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Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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Begriffsdefinitionen

Die Bedeutungen von Toleranz, Akzeptanz und Vielfalt

Toleranz ist das Dulden von Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten, die sich von den eigenen unterscheiden. Umgangssprachlich meint Toleranz häufig auch Gleichberechtigung.

Akzeptanz3Akzeptanz ist ein aktiver Prozess der Auseinandersetzung, bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Lebens- und Denkweisen entdeckt und besprochen werden können. Dadurch entsteht Klarheit über Verbindendes und Trennendes. Akzeptanz geht davon aus, dass Menschen grundsätzlich mit gleichen Rechten und gleicher Würde ausgestattet sind. Vor diesem Hintergrund kann Verständnis für Verschiedenheit entstehen. Verständnis bedeutet Verzicht auf die Macht bestimmen zu wollen, was richtig und was falsch ist. Akzeptanz heißt nicht Zustimmung, aber jederzeitige Offenheit für aktiven Dialog und Auseinandersetzung.

Vielfalt (engl. Diversity) geht davon aus, dass jede Gesellschaft aus Personen und Gruppen mit unterschiedlichen „Merkmalen" besteht. Dazu gehören Geschlecht, sexuelle Identität, körperliche und geistige Fähigkeiten, Alter, Kultur (Ethnie) und Religion (Weltanschauung). Obwohl diese „Merkmale" für alle gelten, werden sie nicht gleich bewertet. Aus der unterschiedlichen Bewertung kann diskriminierendes Verhalten entstehen. In Deutschland verbietet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz jede Diskriminierung aufgrund der o.g. „Merkmale" im Arbeitsleben (selbständige und unselbständige Erwerbstätigkeit) und bei Alltagsgeschäften (z.B.: Disco-Besuch, Einkauf im Supermarkt, Hotelaufenthalt, Versicherungsabschluss, Anmietung von Wohnraum bei Wohnungsgesellschaften, etc.).

 

Inklusion gemeinsam gestalten

Schaubild InklusionExklusion (Ausschluss, auch Ausgrenzung) bedeutet, dass jemand – oft gegen seinen Willen – von gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen wird. Abwertung und Diskriminierung sind häufige Begleiterscheinungen der Exklusion.

Unter Separation versteht man den Prozess, der durch die Nichtberücksichtigung von spezifischen Unterschieden zur Trennung zwischen den sozialen Gruppen führt. Sichtbar wird dies an Beispielen wie Wohnquartieren oder in Bildungsinstitutionen.

Integration beschreibt den nachträglichen Einbezug von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen bislang ausgeschlossen (exkludiert) waren. Menschen müssen sich dabei an bestehende Strukturen und Systeme anpassen.

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können – und dies von Anfang an. Das in Deutschland geltende Menschenrecht der Inklusion geht von Vielfalt, Gleichstellung, Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit aus. Strukturen – und nicht die Menschen – müssen sich anpassen. Der Abbau von Barrieren (auch in den Köpfen der Menschen) spielt eine wichtige Rolle, damit Angebote von allen genutzt werden können.

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